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GEO vs SEO, der Unterschied und was du davon brauchst

Von Patrick Harm, SEO-SpezialistStand:

SEO bedeutet, eine Website so zu gestalten, dass Google sie findet und bei passenden Suchen in der Trefferliste zeigt. GEO bedeutet, darauf hinzuarbeiten, dass KI-Systeme wie ChatGPT deine Marke nennen, wenn sie eine Frage in eigenen Worten beantworten. GEO ersetzt SEO nicht.

Was ist SEO und was ist GEO?

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung, GEO für Generative Engine Optimization, sinngemäß die Optimierung für Systeme, die ihre Antworten selbst schreiben. Wir sind fundkiste.studio, eine SEO- und GEO-Agentur, und halten beides auseinander: In der Trefferliste hat eine Seite einen Platz, in einer KI-Antwort wird eine Marke genannt.

Der Begriff GEO kommt aus der Forschung. Sechs Forscher um Pranjal Aggarwal haben ihn 2023 in dem Aufsatz GEO: Generative Engine Optimization eingeführt. Als Generative Engines bezeichnen sie Suchsysteme, die Informationen aus mehreren Quellen zusammentragen und mithilfe von KI zusammenfassen. GEO soll Inhalte in den Antworten solcher Systeme sichtbarer machen.

Solche Antworten kennst du vermutlich vom Sehen. Bei Google heißt die KI-Antwort über den Treffern „Übersicht mit KI“, englisch AI Overviews. Der KI-Modus ist eine andere Funktion, ein eigener Reiter in der Google-Suche. Dazu kommen Systeme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity.

GEO vs SEO im Vergleich: der Unterschied auf einen Blick

Der Unterschied zwischen SEO und GEO liegt im Ergebnis, das der Suchende sieht: bei SEO eine Liste von Seiten, bei GEO ein formulierter Text, in dem eine Marke vorkommt oder fehlt.

SEO GEO
Ziel Die Seite erscheint in der Trefferliste Die Marke wird in einer KI-Antwort genannt
Ort Trefferliste einer Suchmaschine wie Google Übersicht mit KI und KI-Modus bei Google, Antworten von ChatGPT, Gemini oder Perplexity
Was der Suchende bekommt Eine Liste von Seiten zur Auswahl Einen fertigen Text, bei Google mit Links zu Websites
Woran man Erfolg misst Platz in der Trefferliste und Klicks auf die Seite Ob und wie oft die Marke bei immer gleichen Fragen genannt wird
Woran wir arbeiten Seiten, die Google lesen darf und leicht findet, mit den wichtigen Inhalten als Text Dazu: ob KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity die Seiten lesen und verwenden dürfen, Aufbau und Aktualität der Texte, Nennungen auf anderen Websites

Neben einer KI-Antwort wird seltener geklickt. Das hat das Pew Research Center in den USA gemessen. Es wertete die Browserdaten von 900 Erwachsenen aus dem März 2025 aus und veröffentlichte das Ergebnis im Juli 2025. Erschien bei einer Google-Suche eine KI-Zusammenfassung, klickten die Nutzer in 8 Prozent der Besuche einer solchen Trefferseite auf einen gewöhnlichen Treffer. Ohne Zusammenfassung waren es 15 Prozent. Auf einen Link in der Zusammenfassung selbst klickten sie in 1 Prozent der Besuche. Die Messung gilt für die USA und diesen einen Monat.

Beim Messen von GEO kommt eine Schwierigkeit dazu: Eine KI-Antwort kann beim nächsten Aufruf anders lauten oder ganz fehlen. In unserer laufenden Messung, die wir weiter unten beschreiben, erschien bei rund 40 Prozent der Suchbegriffe an manchen Tagen eine Übersicht mit KI und an anderen nicht. Eine einzelne Abfrage ist deshalb kein Beleg.

Wie GEO und SEO zusammenhängen

GEO und SEO haben bei Google dieselbe Grundlage. Google schreibt in seiner Dokumentation KI-Funktionen und deine Website: Wer in der Übersicht mit KI oder im KI-Modus erscheinen will, muss keine zusätzlichen Anforderungen erfüllen und nichts eigens dafür optimieren. Als Link kann eine Seite dort nur stehen, wenn zwei Dinge zutreffen. Sie ist indexiert, also in Googles Verzeichnis aufgenommen. Und Google darf sie in der Suche mit einem Textauszug zeigen, dem kurzen Text unter einem Treffer.

Was Google für die Trefferliste rät, gilt nach Googles Worten auch für die Übersicht mit KI und den KI-Modus: Google muss die Seiten lesen dürfen, sie sollen über Links auf deiner eigenen Website leicht zu finden sein und ihre wichtigen Inhalte als Text zeigen.

Bei Google brauchst du für die KI-Antworten also nichts anderes als für die Trefferliste. Neue Dateien eigens für KI-Systeme oder besondere Auszeichnungen im Code der Seite, Markup genannt, braucht es dafür nach derselben Dokumentation nicht.

Bei ChatGPT, Gemini und Perplexity kommt ein Punkt dazu. OpenAI und Perplexity rufen Websites für die Suche mit eigenen Crawlern ab, das sind Programme, die Seiten im Netz selbstständig lesen. So beschreiben es OpenAI und Perplexity in ihren Dokumentationen. OpenAI schreibt dort: Sperrt eine Website den Crawler OAI-SearchBot aus, kommt sie in den Suchantworten von ChatGPT nicht vor. Als reiner Link zur Website kann sie dort trotzdem erscheinen.

Gemini gehört zu Google. Beim Beantworten einer Frage kann Gemini Inhalte aus Googles Verzeichnis für die Suche bekommen. Für diese Inhalte und für das Training von Gemini liest Google die Seiten mit seinen vorhandenen Crawlern. Ob Inhalte deiner Website dafür und für das Training künftiger Gemini-Modelle verwendet werden dürfen, legst du laut Googles Übersicht seiner Crawler mit dem Eintrag Google-Extended in der Datei robots.txt fest. In dieser Datei gibt eine Website den Crawlern ihre Regeln vor. Auf die Aufnahme in die Google Suche und den Platz in der Trefferliste hat dieser Eintrag keinen Einfluss. Was deine Website diesen Systemen erlaubt, ist deshalb eine eigene Prüfung.

Offen bleibt für uns, wie stark ein guter Platz bei Google die Nennung in ChatGPT, Gemini oder Perplexity beeinflusst. Wir haben dazu keine Aussage eines Betreibers, auf die wir uns stützen könnten.

Unsere laufende Messung: wie oft Google eine Übersicht mit KI zeigt

Für unsere Kunden lassen wir jeden Abend automatisch abfragen, ob Google bei ausgewählten Suchbegriffen eine Übersicht mit KI über den Treffern zeigt. Vom 10. bis 19. Oktober 2026 waren das 157 Suchbegriffe, jeder einmal am Tag, zusammen 1.570 Abfragen. Bei rund zwei Dritteln dieser Abfragen, genau 69 Prozent, stand eine Übersicht mit KI über der Trefferliste.

Die Art der Suche machte dabei einen deutlichen Unterschied. Bei ganzen Fragen erschien die Übersicht fast immer, in rund neun von zehn Abfragen. Bei Suchen aus vier oder mehr Wörtern ohne Frage waren es 73 Prozent, bei kurzen Begriffen aus ein bis drei Wörtern 42 Prozent, also weniger als die Hälfte.

Abgefragt wird über einen Datendienst, mit Deutschland als Land und Deutsch als Sprache. Die Begriffe haben wir für die Erfolgsmessung unserer Kunden ausgewählt, ganze Fragen sind darunter häufig. Eine Stichprobe des Marktes sind sie nicht. Als wir 20 dieser Begriffe am 20. Oktober 2026 von Hand im Browser gesucht haben, stand bei 12 eine Übersicht mit KI. Der Datendienst hatte bei denselben Begriffen in rund drei Vierteln der Abfragen eine gezählt. Die Richtung stimmt also, der Datendienst lag in dieser Stichprobe aber eher höher. Die Zahl sagt außerdem nur, ob eine Übersicht erschien. Wie viele Menschen sie lesen, ob danach geklickt wird und wen sie nennt, sagt sie nicht.

Was dein Unternehmen davon braucht

Wir raten kleinen Unternehmen zu beidem, und zwar in dieser Reihenfolge: zuerst SEO, dann GEO. Wir halten die Trefferliste für die Grundlage. Belegen können wir bei Google eines: Um in der Übersicht mit KI oder im KI-Modus als Link zu stehen, muss eine Seite in Googles Verzeichnis aufgenommen sein. Alles Weitere, auch für ChatGPT, Gemini und Perplexity, ist unsere Einschätzung. Ein guter Platz allein genügt für eine Nennung aus unserer Sicht aber nicht.

Wenn du bei Google und in KI-Antworten vorkommen willst, fang mit einer Bestandsaufnahme an. Wir empfehlen drei Schritte:

  1. Such bei Google nach deinen fünf bis zehn wichtigsten Begriffen. Warte je Begriff rund 30 Sekunden und notiere, ob deine Seite in der Trefferliste steht und ob darüber eine „Übersicht mit KI“ erscheint. Such nach den Begriffen, auf die es dir am meisten ankommt, am besten zweimal und schreib Datum und Standort dazu.
  2. Kümmere dich zuerst um das, was die Trefferliste betrifft: Seiten, die Google lesen darf, und Inhalte, die die Fragen deiner Kunden als Text beantworten. Ein erster Blick: Gib bei Google „site:“ und direkt dahinter die Adresse deiner Website ein, ohne Leerzeichen dazwischen. So bekommst du Ergebnisse von deiner eigenen Website, allerdings nicht unbedingt alle Seiten, die in Googles Verzeichnis stehen.
  3. Geh danach die Arbeit für KI-Antworten an. Wir achten dabei auf vier Dinge: ob KI-Systeme die Seiten lesen dürfen, wie die Texte aufgebaut sind, wie aktuell sie sind und ob andere Websites den Namen nennen. Zum ersten Punkt steht weiter oben, was OpenAI schreibt. Die anderen drei stammen aus unserer Arbeit, eine Aussage eines Betreibers können wir dir dafür hier nicht nennen. Zum Einstieg kannst du ChatGPT oder Perplexity so fragen, wie ein Kunde fragen würde, etwa „Wer baut in Kiel Wintergärten?“, und notieren, ob dein Name fällt. Stell die Frage mehrmals, denn eine einzelne Antwort ist kein Beleg. Wer das nicht selbst prüfen will: Wo deine Marke heute in KI-Antworten vorkommt, zeigt unsere KI-Sichtbarkeitsanalyse als Momentaufnahme.

Eine Agentur für GEO halten wir für die falsche Wahl, solange deine Website bei Google noch gar nicht gefunden wird. Dann kommen zuerst die Grundlagen.

Eine Grenze gilt für jeden Anbieter: Niemand kann eine Nennung in KI-Antworten oder einen Platz in der Trefferliste zusagen, wir auch nicht.

Häufige Fragen

Ist SEO noch sinnvoll?

Ja, SEO ist weiter sinnvoll. Google selbst schreibt: Was sich bei der Suchmaschinenoptimierung bewährt hat, bleibt auch für seine KI-Funktionen wichtig.

Wie seriös ist GEO?

GEO selbst halten wir für seriös, der Begriff kommt aus der Forschung. Unseriös wird es aus unserer Sicht dort, wo ein Anbieter Nennungen in KI-Antworten zusagt oder Maßnahmen verkauft, für die es keinen Beleg gibt.

Was ist der Nachfolger von SEO?

Einen Nachfolger von SEO sehen wir nicht. GEO kommt zu SEO dazu. Auch um in Googles KI-Antworten als Link zu erscheinen, muss eine Seite laut Google indexiert sein, also in Googles Verzeichnis stehen.

Dein nächster Schritt

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Frage 1 von 3

Was soll mehr Sichtbarkeit bei Google und in ChatGPT & Co. für dich bringen?